Beiträge von jmh67

    Die vielen verschiedenen und konkurrierenden Brief- und Paketdienste sind überhaupt eine schlechte Idee, weil ineffizient durch Doppelungen von Strukturen. Mein Vorschlag: Landesweit einheitliche Tarife, einheitliche Qualitätsvorgaben (zugunsten der Kunden natürlich), durchgesetzt durch eine weisungsbefugte Oberaufsicht für die ganze Post, und dann können sich meinetwegen Unternehmen um die lokalen Verteilungs- und / oder Zustellungsarbeiten bewerben, müssen sich aber an die zentralen Regeln halten oder besser sein, sonst wird ihnen der Auftrag wieder entzogen.

    Wenn man in einen älteren Katalog schaut, dann steht bei vielen Briefmarkenausgaben dazu, wo sie gedruckt wurden, und das ist für Brasilien meistens die "Casa da Moeda" - die stellt natürlich auch Münzen und Banknoten, aber auch weitere Drucksachen mit hohen SIcherheitsanforderungen wie Pässe her.


    Die WIkipedia-Seite gibt es leider noch nicht auf deutsch, daher der Verweis auf die englische Seite; aber auch die portugiesische kann man mit deepl gut übersetzen lassen.

    Für mich sehen die gezeigten Marken nach Stichtiefdruck aus. Die Farbflächen sind sichtbar gerastert. Sie müssten sich sogar leicht rauh anfühlen. Offsetdruck ist ein Flachdruckverfahren, da sind die Farbflächen vergleichsweise homogen, und der Farbauftrag ist nicht fühlbar.

    Eine Karte durfte nicht durch einen längeren Text zum Brief mutieren.

    Ich wage das zu bezweifeln. Längerer Text schloss natürlich die Beförderung als Drucksache aus, aber es gibt genug Bilder von vollgeschriebenen Postkarten, manchmal sogar über Kreuz.

    Wir wissen (noch) nicht, wo die Ansichtskarte mit dem gezeigten Detail her kam, aber manche Länder hatten in der Tat Größenbeschränkungen für Postkarten bzw. haben sie noch. In der DDR zum Beispiel durften großformatige Karten lange Zeit nur im Umschlag versandt werden, später auch offen, aber immer zur Briefgebühr, und heute darf in Deutschland eine Postkarte nicht größer als das Standardbrief-Format sein.

    Bei dem Begriff "Sachsen" muss man ein wenig aufpassen, Sachsen ist nicht immer gleich Sachsen ;-)


    Die Provinz Sachsen ist nicht zu verwechseln mit dem Land Sachsen (das im Briefmarkenkatalog für diese Zeit in West- und Ostsachsen, OPDen Leipzig und Dresden, aufgeteilt war. Erstere entstand großenteils aus den 1815 von Sachsen abgetrennten Gebieten und war im Wesentlichen das Gebiet um Halle (Saale) und Magdeburg. Daraus und aus dem Land Anhalt (in dem ja der Stempelort Köthen lag) ging das heutige Land Sachsen-Anhalt hervor. An den Grenzen wurde bei der Bildung der Bezirke ein wenig herumgeschoben, aber das gehört schon nicht mehr hierher.


    Also kurz gesagt, bei Betitelung und Belegeauswahl möge Sorgfalt walten.


    Leider kann ich aus der Provinz Sachsen und dem Land Sachsen-Anhalt der späten 1940er keine Belege zeigen.

    Sind diese Stempel tatsächlich so selten?

    Alles ist relativ, aber im Vergleich zu ihren Vorgängern und Nachfolgern sind sie doch weniger häufig. Das liegt an der kurzen Einsatzzeit. Die Stempel müssen nach dem 3.10.1990 hergestellt worden sein, und ab 1.7.1993 galten schon die neuen Postleitzahlen, da wurden auch gleich die Poststempel ausgetauscht.

    Nette Spielerei, aber der Stempel sieht irgendwie wie gedruckt aus, für den Abschlag eines Handstempels viel zu gleichmäßig und auch auffalled exakt waagerecht.

    Ich meine mich erinnern zu können, dass diese Marken seinerzeit im "Sammer-Express" angekündigt waren, habe das Heft (und den ganzen Jahrgang) aber nicht mehr. Im Nachhinein betrachtet, finde ich sie recht lieblos gestaltet, das konnte man eigentlich besser ...