Beiträge von Berni17

    @abrixas


    Es ist zwar nicht mein Sammelgebiet, möchte aber doch hier ein paar interessante Beispiele zeigen:


    Also bei den Portomarken von 1922 + 1925 gibt es sehr seltene Mischfrankaturen, da mit 01.06.1925 die Kronenmarken ungültig wurden und die Portomarkenausgaben in Schilling und Groschen ihre Gültigkeit hatten.


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    Hier ein Beispiel für die Postlagergebühr (poste restante):


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    Dann gibt es ja noch das "Stainzer Provisorium", welches schon öfters Gegenstand von Anfragen an die Generaldirektion für die Post- und Telegraphenverwaltung war.

    Diese wurde unter Hinweis auf mehrfache Erhebungen jeweils wie folgt beantwortet:


    "Als Ergebnis ist festzuhalten: Es existieren dazu keine amtlichen Unterlagen, es handelt sich daher beim "Stainzer Provisorium" nicht um eine offizielle anerkannte Vorgangsweise. Auch nach der damals geltenden Postordnung von 1922 war ein Wertzeichen, dem Teile fehlen, ungültig. Seitens der Post- und Telegraphenverwaltung können darüber hinaus - in Ermangelung weiterführender Dokumentationsmaterialien - leider keine weiteren Aussagen getroffen werden."



    Es ist bekannt, dass Halbierungen auch beim Postamt Schwarzau am Steinfelde erfolgten, wohl auch aus dem gleichen Grund wie beim Postamt Stainz.


    In diesem Zusammenhang ist auch noch die Andritzer Postfälschung zum Schaden der Post zu erwähnen. Die Abstempelungen erfolgten zwischen dem 26. Juni und dem 4. Oktober 1933.

    Näheres dazu findet man im Internet bei Wikipedia.


    Hier noch ein Beispiel zu einer Internationale Postanweisung vom 17.10.1931 über 33,45 Kronen ( 7,- Schilling) aus dem Jahr 1925:


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    Liebe Grüße

    Bernhard

    Hallo le_hansi,


    vielen Dank für deinen Beitrag. Im Kner Printing Industry Museum steht noch eine " Anger & Sons Liberty Press" (siehe Anhang).


    Unter ANNO Historische Zeitungen und Zeitschriften (Österr. Nationalbibliothek) hab ich unter Heinrich Löser noch folgendes gefunden:



    Quelle: Wr. Geschichtsblätter, Jahrgang 166, Nr. 2, Seite 39


    Liebe Grüße

    Bernhard

    Vielen Dank für eure Beiträge.


    Laut Rücksprache mit dem Technischen Museum handelt es sich (laut Beschreibung des +Ing. Voetter) um die Liberty No.2., Inv. Nr. 16646, welche erst ab 1860 in Anwendung kam.




    Anbei zeig ich euch zwei "Eiserne Handpressen" aus der fraglichen Ära die sich im Bestand des Technischen Museum Wien (Außendepot) befinden.


    Inv. Nr. 17135 Eiserne Handpresse von Löser, 1848

    Inv. Nr. 36013 Eiserne Handpresse Columbian, 1833


    Zu Löser hab ich in "Die Buchdruckerkunst in Ihren Technischen und Kaufmännischen Betriebe" von Waldow Alexander, Leipzig 1874-1877 noch folgende Beschreibung gefunden:


    H. Löser (L. Kaiser) in Wien.


    Im Jahr 1848 wurde in Wien unter der Firma H. Löser´s Maschinenfabrik ein Etablissement zum Bau von Buchdruck-Maschinen, Hand- und Glättpressen, Satinierwerken, sowie Schriftgießereiutensilien gegründet, welche Fabrik im Jahr 1867 von dem heutigen Besitzer L. Kaiser (Ungargasse 54, Wien) übernommen wurde. Die Fabrik liefert einfache Schnellpressen mit zylindrischen Farbenwerk mit Eisenbahnbewegungen in zwei Größen; von 20:30 und 24:36 Wiener Zoll. – solche mit Schlitten- oder Schienenbewegungen und Zylinderfärbung in drei Größen 20:30, 24:36 und 30:40 Wiener Zoll (Atlas Teil 31a und 31b)


    Im Allgemeinen ist in Österreich eine gewisse Beliebtheit der Fabrikate dieses Hauses zum Ausdruck gekommen, welche auf der Einfachheit der Konstruktion und der Bequemlichkeit beim Handbetrieb beruht. Bis Mai 1874 hatte die Anstalt 408 Schnellpressen und außerdem noch 600 Hand-, Glätt- und Buchbinderpressen fertig gestellt.


    Weitere Info gefunden:


    In der Zeitschrift "75 Jahre österreichische Briefmarke" (1925) habe ich einen ins Deutsche übersetzten Fachartikel des Dr. Emilio Diena gefunden.

    Diese Arbeit ist in italienischer Sprache in den Jahren 1923 - 1925 im "Corriere Filatelico", Milano, erschienen. Er schreibt dazu folgendes:


    Beim Studium dieser Marken muß man zunächst versuchen, auf die Verschiedenheiten des Herstellungsverfahrens zurückgreifen. Zu diesem Zwecke ist es interessant, einen noch unveröffentlichten Brief zur Kenntnis zu bringen, der uns in einer Übersetzung aus jener Zeit vorliegt und den der Generaldirektor der k.k. österr. Post an einen hohen Funktionär desselben Ressorts gerichtet hat. Dieser war in einer Spezialmission nach Florenz zur Generalsuperintendanz der Toskanischen Post entsendet worden, um die Verhandlungen zu beschleunigen, die dann zum Abschluss der Postkonvention zwischen dem österr. Kaiserreich und dem Großherzogtum führten, die am 5. November 1850 unterfertigt, am 5. Dezember desselben Jahres in Kraft trat, an welchem Tage der Gebrauch von Briefmarken in der Toskana begann.


    Hier der Brief samt Kostenaufstellung:



    Liebe Grüße

    Bernhard

    Liebe Forumsmitglieder!


    Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich mit dieser Thematik und konnte in der phil. Literatur keine eindeutigen Hinweise dazu finden.


    Im Internet hab ich mal vor längerem über Google books mir eine Seite rauskopiert wo drin steht:


    Druck der bayrischen Briefmarken nebst Kostenberechnung:

    ... Die Vertiefung der Marken geschieht auf dem Wege des Buchdruckes mit amerikanischen Pressen auf halben Bogen. ....


    Und für Österreich wird die eiserne Buchdruckschnellpresse mit Dampfantrieb aus dem Jahr 1850 angegeben.


    forum.seltenundteuer.de/attachment/384837/


    Weiters ist in "Die Briefmarken von Österreich & Lombardei-Venetien 1850 - 1867" von Prof. Dr. Ulrich Ferchenbauer - Sammlung Peter Zgonc (2017) auf Seite 17 neben einer Grafik folgendes zu lesen:


    "Zur Zeit der Herstellung der ersten Briefmarken-Ausgaben Österreichs verwendete Druckpresse ("Tiegel"). siehe Anhang


    In der Statistik der damaligen k.k. Hof- und Staatsdruckerei in Wien werden für das Jahr 1850 50 Stück eiserne Handpressen und auch 46 Schnelldruckpressen angeführt.


    Die Gruppe II der damaligen Staatsdruckerei bildeten die sogenannten kreditlichen Abteilungen, in deren Ateliers, baulich von den übrigen technischen Geschäftsgruppen getrennt, die Fabrikation der Wert- und Kreditpapiere sowie der Wertzeichen vor sich ging; dieselbe enthielt die Kupferdruckerei, Typendruckerei (Handpressen, Schnellpressen und Rotationsmaschinen für variable Formate), Postwertzeichenerzeugung, Revision und Stempelmarken-Untersuchung, Stereotypie, Galvanoplastik und Setzerei nebst sonstigen Hilfsabteilungen.


    Vielleicht könnt ihr mir bei meiner Fragestellung weiterhelfen oder habt einen Tipp an wem ich mich da wenden kann.


    Jedenfalls schon mal Danke für eurer Interesse.


    Liebe Grüße

    Bernhard

    Völlig unklar ist noch welche Klischees die Position 27, 95 und 217 inne hatte. Falls jemand unter den Sammlerkollegen Einheiten zur Verfügung hat, würde ich mich freuen sie hier sehen zu dürfen.


    A128-A52-....-B36 (Pos. 27)

    B31-A76-B....-A6 (Pos. 95)

    B20-....-B66 (Pos. 217)


    An dieser Stelle noch ein recht herzliches Dankeschön für die positiven Reaktionen und Äußerungen.


    Liebe Grüße

    Bernhard

    Zum Abschluss und Abrundung dieses Themas füge ich als Ergänzung zum obigen Dateianhang "Zusammensetzung der Druckplatte 2" noch eine Liste der C-Nummern hinzu, mit deren Hilfe man zum Großteil die einzelnen Positionen der A- und B- Nummern in der Platte wieder findet sowie auszugsweise auch noch eine Plattenfehler-Darstellung (nach Stritzl) der A- und B-Nummern.

    Balken


    Vermutlich lockerten sich beim Druckvorgang oder beim Auswechseln der Druckstöckel die dazwischen eingefügten Stege (ca 1,5 mm starke Blättchen) und kamen so an die Oberfläche der Druckplatte. Diese wurden dann auch miteingefärbt und abgedruckt.


    Großteils findet man sie am oberen oder unteren Markenrand und nur vereinzelt auch links oder rechts. Senkrechte Balken sind sehr selten und ich persönlich habe sie bei der Type I und IIa noch nie gesehen.


    Sehr schön zu beobachten ist auch bei der Platte 2 die Entwicklung der Balken in den Positionen 17-28 in der linken oberen Viertelplatte.




    Anmerkung:

    Die Balken zB in der Pos. 17-20 erscheinen offenbar erst nach der gerippten Phase, jedoch nicht in der letzten Phase (Ende 1851).


    Beim Versuch einer Rekonstruktion des Druckplans (lt. Stritzl) zeigt sich, dass die gerippte Phase auch vor jener der unterlegten Mitten war.


    Quelle: DBZ, Nr. 1/1974, Seite 93


    Jedenfalls ist mir aufgefallen, dass die Kombination von unterlegten Mitten samt Balken des öfteren im Juli 1851 auf Briefen, Briefstücken etc. in Mailand zu finden sind.


    A 72 – A 137      -->          Milano 30.07.1851 ? (Platte 2) (Pos. 11 – 12)




    A175-B46            -->          Milano 02.07.1851 ? (Platte 2) (Pos. 14 – 15)


    Fortsetzung folgt!

    Identer Plattenfehler der 15 C Ty I  - Platte 1 und 2


    Bei den von mir ersteigerten Losen hinsichtlich Plattenfehler mit Belegstücken der 15 Centesimi auf Handpapier hatte ich vor Jahren zuerst den Eindruck, dass es sich wohl um den selben Plattenfehler der gleichen Platte handeln muss. Bei genauerer Betrachtung ist mir dann aufgefallen, dass es doch die Platten 1 und 2 sind.


    Anmerkung:

    Type I/Platte 1 - sehr klarer Druck

    Type I/Platte 2 - mittelmäßig bis undeutliche Drucke


    Im Ferchenbauer (Band I,2008) gibt es auch noch weitere Beispiele.



    Ich zeig euch dazu Belegstücke der A 1 und A 62 aus meiner Sammlung.


    Einkerbung in der linken Randlinie - Plattenfehler 3 und 13 (nach Ferchenbauer) bzw. A 1 (nach Stritzl)


    Und hier ein weiteres Belegstücke der A 62




    Interessant zu beobachten ist dabei auch die Entwicklung der einzelnen Plattenfehler vom Früh- bis Spätstadium.


    Sehr schön zu sehen auch bei der B 1 (Platte 2) die Blase auf der Trennlinie, welche sich im Laufe weiterer Drucke vertikal nach oben und unten entwickelte. Sie erfasste neben den beiden Zierlinien samt Querbalken auch einen Großteil des Buchstaben T bei Centes.


    Stritzl hat die jeweilige Zusammensetzung für drei Phasen festgehalten: (siehe Anhang)


    Oben in jeder Bogenstellung das ursprüngliche Stöckel, in der Mitte die Marke des Druckbogens (Wr. Postmuseum) und unten der Endzustand. Es ist bereits damals schon gelungen 26 von den 49 im ehem. Wr. Postmuseum fehlenden Marken mit Hilfe datierter Streifen zu bestimmen.


    Pfeile deuten an, wo ein Stöckel nachweisbar seine Bogenstellung gewechsel hat. Es scheint, dass in solchen Fällen drei oder vier Stöckel herausgenommen und dann, nach Auswechslung des beschädigten, in mitunter geänderter Reihenfolge wieder eingesetzt wurden.


    Als ein etwas anderes Beispiel möchte ich euch hier die A 8 zeigen samt ihrer Positionierung in den beiden Platten.


    In der Platte 1 war sie neben dem Andreaskreuz positioniert und deshalb vermutlich in der Position 60.

    In der Platte 2 hingegen finden wir sie in der Position 20.


    Anmerkung: Die Plattenfehlerzeichnungen zeigen immer das Endstadium des beschädigten Stöckels.




    Platte 1 (Pos. 60)



    Platte 2 (Pos. 20)



    Rippung/Teilrippung:


    Bei der 15 Centesimi kommt auch geripptes bzw. teilgeripptes Papier bei der Platte 2 in geschwächter und deutlicher Form vor.


    Als Veranschaulichung wieder ein Beispiel aus meiner Sammlung. Es handelt sich dabei um einen senkrechten Viererstreifen

    (Mischplatte (I + I + IIa + I) samt Wasserzeichenanteil und Teilrippung mit den Plattenfehlern A 17 - A 105 - B 8 - A 106 in der Position 84, 92, 100, 108 der Platte 2. Sehr schön zu erkennen ist auch hier der Randdruck rechts.


    Anmerkung: Deutliche Rippung in Längsrichtung der Marke im Abstand von 0,3 mm (ca. 30 Rippen auf 2 cm)

                           Vorsicht vor falschen Rippungen.





    Liebe Forumsmitglieder!


    Seit etwas über 2 Jahren beschäftigte ich mich mit der Plattierung der Platten 1 und 2 und möchte euch auszugsweise neben den Forschungsergebnissen vorangegangener Sammler der österr. klassischen Philatelie auch ein wenig meinen derzeitigen Kenntnisstand näher bringen.


    Hinsichtlich dieser Platten hat schon P.F. de Frank (1) richtig vermutet, dass die Typen der 15 Centesimi in zwei verschiedenen Platten vorkommen. Durch jahrelanger Zusammenarbeit vieler Sammler insbesondere den Herren F. de Hoffmann und C. J. Robertson ist es P. F. v. Stritzl (1898 - 1990) (2) gelungen wichtige Erkenntnisse zur Plattenforschung zu gewinnen, welche er in den 1970er und 1980er Jahren vereinzelt in diversen Fachartikeln veröffentlich hat.


    Bekannt ist, dass es in den ersten Jahren eine Druckplatte 1 mit Stöckeln der Type I, dann eine Mischplatte 2 mit Stöckeln der Typen I und IIa, und schließlich eine Platte 3 mit Stöckeln der Typen IIa und IIb gegeben hat.


    Die erste Platte enthielt 240 Stöckel, alle von der Type I. In etwa die Hälfte von diesen ist durch ihre Plattenfehler identifiziert, während dies bei den übrigen infolge der noch zu wenig entwickelten Fehler noch nicht recht gelungen ist. Die Zahl der Drucke von dieser ersten Platte war so gering, dass es wohl kaum gelingen wird, genug Einheiten zu finden. um größere Teile des Bogens rekonstruieren zu können.


    Einzelauswechslungen sind in der Platte 1 nicht bekannt, jedoch wurde nach kurzer Druckzeit die ganze Platte zerlegt und eine bestimmte Anzahl schadhafter Stöckel (zB A 4, A 94, A 101 etc.) ausgeschieden.


    Hier eine grafische Abbildung zweier schadhafter Stöckel:



    Dann, immer noch vor dem 1. Juni 1850, wurden die noch brauchbaren Stöckel aus dem Reservevorrat wieder auf 240 ergänzt und zu einer zweiten Platte zusammengesetzt, die wiederrum nur Stöckel der Type I enthielt. Etwa November 1850 nach einer nicht unbedeutenden Zahl von Drucken als wieder mehrere Stöckel schadhaft wurden, hat man die Platte nicht wieder zerlegt, sondern einzelne Stöckel ausgewechselt. Da bald der Reservevorrat an Stöckeln der Type I erschöpft war, wurden allmählich solche der Type IIa eingesetzt.


    Der im ehemaligen Wiener Postmuseum befindliche, nicht ganz vollständige Druckbogen enthält bereits etwa ein dutzend der Type IIa. Diese geändete Zusammensetzung ist als Platte 2 bekannt.



    Hier eine Darstellung nach Stritzl:



    Die Stöckel der Type IIa sind hier rot eingerahmt.


    Anmerkung: Stritzl hatte anfangs alle Plattenfehler mit C-Nummern bezeichnet, wie oberhalb zu sehen ist. Später erfolgte eine Unterscheidung in A- und B-Nummern. Die A-Nummern beziehen sich auf die Platte 1 und die B-Nummern auf jene der Platte 2.


    Die von dieser Platte gedrucken Bilder, nahezu 4 Millionen, standen bis in das Jahr 1852 in Verwendung. Nach und nach wurden etwa 80 Stöckel ausgetauscht, und die vielen noch erhaltenen Einheiten gestatten eine recht vollkommene Rekonstruktion dieser Platte in den verschiedenen Phasen (vermutlich sogar 4 Phasen) der Entwicklung.



    Schließlich wurde dann, gegen Ende 1851, die gesamte Platte zerlegt und durch eine völlig neue Platte 3 abgelöst, die aus Stöckeln der beiden Untertypen IIa und IIb zusammengestellt war. Ob unter den ersteren auch solche waren, die bereits in der Platte 2 gedient haben, ließ sich bisher nicht feststellen. Der meist undeutliche Druck der Platte 3 erschwert hier die Forschung.


    Zum Unterschied zur Type IIa Platte 2 (satte Farben) erkennt man die Platte 3 an den sehr blassen Farben.

    Auch Ferchenbauer schreibt, dass die Type IIa/Platte 3 nicht leicht von der Type IIb/Platte 3 zu unterscheiden ist, da diese sehr häufig vorkommt.


    Anmerkung:

    Type IIa/Platte 2 - satten Farben, unklarer Druck, Rippung kommt vor, zinnoberrot u. karminrote Töne

    Type IIa/Platte 3 - blasse Farben, eher rosa Töne


    Möchte euch hier zum Vergleich ein Beispiel aus meiner Sammlung zeigen:




    Beginn der Plattenforschung:


    Der Ausgangspunkt jeder Plattenforschung bilden die 19 Marken in Wasserzeichenstellung. Gelingt es diese Briefmarken mit ihren charakteristischen Plattenfehlern samt Wasserzeichenteilen zu identifizieren, so ist die Existenz der betreffenden Platte einwandfrei bewiesen. Zu beachten ist dabei , dass die Wasserzeichen bekanntlich in 4 verschiedenen Lagen vorkommen.


    C-Nummern in Wasserzeichenstellung


    Anmerkung: Die Bogenstellungs-Nrn sind an jene von Magistris/Voetter (Die 9 Kreuzer Type I) angelehnt.



    Fortsetzung folgt!


    Quelle:

    P.F. de Frank, The Frist Issue of Austria and Lombardy-Venetia, Paris 1933 (1)

    P.F. v. Stritzl, Die ersten Platten der 15 Centes-Marken von 1850, Filatelia Heft 164, Padua 1978 (dreisprachig) (2)

    P.F. v. Stritzl, Die Plattenfehler der 15 Centes Typen I und IIa, Zeitschrift "Die Briefmarke" in den Heften, Nr. 272, Nr. 273, S. 131-133 und Nr. 274, S. 162f, 1982

    Ich hab mir jetzt die 6 Kreuzer III/A, III/B näher in meiner Sammlung angesehen und kann dazu folgendes beitragen.


    Neben den Mikropunkten in der oberen Schlaufe des R von Kreuzer kommen diese teilweise auch in Kombination im oberen Bereich des Buchstaben E (1. E von Kreuzer) vor.



    Dann gibt es wieder Fälle wo nur beim ersten E von Kreuzer dieser Mikropunkt zu sehen ist.



    Liebe Grüße

    Bernhard

    Hallo Michael,


    ja ich bin voll deiner Meinung. Ich hab von deinem Beitrag noch eine Abbildung einer IIb auf einer meiner USB-Stick´s gefunden.



    In einem italienischen Forum hat ein Sammler zu diesem Thema zwei Beispiele reingestellt.


    Eine einfache Mehrfarbenfrankatur die von René Strakosch als Scheintype attestiert wurde.



    Weiters noch eine die laut Klammbauers Attest eine IIa ist, die jedoch laut Meinung des Sammlers auch eher der Platte 3 und der Scheintype zuzurechnen ist.



    Liebe Grüße

    Bernhard

    Liebe Forumgsmitglieder,


    Huber schreibt in seinem Sonderheft von 1969 "Das Wappen Mittelstück Österreichs Lombardei/Venetien 1850" über die "Scheintype folgendes :


    Beim Typ IIb (Platte 3) ist der Fuß des zweiten E normalerweise nicht gebrochen und der Aufwärtsstrich des E ist kurz, aber wenn er gebrochen ist, dann ist er länger.



    (Bild 17, leider schwer zu erkennen).



    Das Mittelstück des Wappens ist bei einer "Scheintype" stärker abgenutzt als bei einer üblichen Type IIb.



    Ich glaube, dass ich eine in meiner Sammlung habe, bin mir aber nicht sicher. Hier ein Ausschnitt:



    Habt ihr Beispiele in eurer Sammlung, die ihr hier zeigen könnt.


    Liebe Grüße

    Bernhard

    Hallo Michael!


    Im Jahr 1982 erschien in der Zeitschrift "Die Briefmarke" in den Heften Nr. 272, Nr. 273, S. 131-133 und Nr. 274, S. 162f (Bildtafeln) der Artikel
    "Die Plattenfehler der 15 Centes Typen I und IIa" v. P.F. v. Stritzl.


    Einen ähnlichen Artikel soll es auch in der Zeitschrift "Filatelia" Heft Nr. 164  (Padua 1978) gegeben haben.


    Liebe Grüße

    Bernhard











    Hallo Mark!


    Hubert Jungwirth schreibt in seinem Artikel "Reisen mit der k. k. Fahrpost" im Heft 187 des

    Deutschen Altbriefsammler-Verein e.V. (Sept. 2012) dazu folgendes:


    Die Mallepost wurde mit mächtigen Wagen betrieben, welche Passagiere, Briefpost

    und wertvolle Fahrpoststücke beförderten. Den Mallewagen folgten Packwagen mit dem

    schweren Gepäck und dem Frachtgut.


    Vormerkscheine (= Fahrscheine) mussten spätestens am Tag vor der Abreise gelöst und

    bezahlt werden. Dies war deshalb notwendig, weil bei jeder „Überbuchung“ einer Mallepost

    so genannte Beiwägen mit zusätzlichen Pferden und Postillionen bereitgestellt werden

    mussten.


    Solche Vormerkscheine galten nur für den vorbestimmten Tag und die genannte Person.

    Reisegepäck bis 30 Pfund (= 15 kg) war gebührenfrei, für Überfracht musste extra bezahlt

    werden.


    Das Reisegepäck war spätestens 2 Stunden vor Abfahrt zu wägen, in einem Gepäckzettel einzutragen, in der Station abzugeben und vor Abfahrt dem Conducteur gegen den bestätigten Gepäckzettel auszufolgen. Die Ausgabe des Gepäcks am Zielort erfolgte durch den Conducteur gegen Abgabe des Gepäckzettels.


    Liebe Grüße

    Bernhard

    Ich möchte euch hier den bereits oben erwähnten Negativfleck mit dem seltenen und beliebten Plattenfehler des 3 Kreuzerwertes der Type Ia1 aus meiner Sammlung zeigen.




    Im 1. Stadium (rechte Marke) sind zwei markante Plattenfehler "weißer Fleck" am Ende des Schwertes und eine leichte Beschädigung des zweiten E im Wort "Stempel" zu erkennen.


    Im 2. Stadium (linke Marke) wird dieser Plattenfehler durch einen größeren Zierlinienbruch rechts erkennbar.


    Lg Bernhard

    Liebe Forumsmitglieder!


    Seit kurzem besitze ich die Fachliteratur "3 Kreuzer Type Ia1" von Klaus Hirsching (2010) und hab mir gleich meine wenigen Briefmarken dieser Type aus meiner Sammlung näher angesehen. Dabei bin ich auf 3 Plattenfehler (147, 241, 280) gestoßen.





    Also die gesamte Druckplatte wird in 4 Viertelplatten (VP) eingeteilt:



    Laut Hirsching bestand die erste Druckplatte (1. Platte), also alle 4 Viertelplatten, aus Stöckeln der Type Ia1.

    Theoretisch könnten spätere Druckplatten sogenannte Mischplatten gewesen sein, in denen Viertelplatten aus verschiedenen Untertypen bestanden.


    Könnte also so ausgesehen haben:



    Festgestellt wurde, dass die VP 1 und 3 eine Umstellung erfuhren, während die VP 2 und 4 unverändert blieb. Es gab bei der Type Ia1 2 Zusammenstellungen (Z I und Z II).

    Vereinzelt haben Stöckel der VP 1 und 3 bei der 2. Zusammenstellung ( Z II) die Viertelplatte gewechselt. Es ist daher nicht auszuschließen, dass es weitere VP-Wechsel gegeben hat.

    Nach derzeitigen Forschungsstand gibt es ca. 270 verschiedene Stöckel, davon 30 Stöckel als Ersatzstöckel.


    Abschließend kann man sagen, dass die 3 Kreuzer Type Ia1 aufgrund ihrer niedrigen Auflagenhöhe und im Bezug auf die Entwicklung der Plattenfehler relativ wenige spektakuläre Fehler (Negativfleck), verglichen mit anderen Typen (zB 9 Kreuzer Ty I), aufweist.


    Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Beitrag die Type Ia1 etwas näher bringen und euch dazu anregen eure Bestände durchzusehen.


    Lg Bernhard