Beiträge von 22028

    Und weiter gehts, hier ein Brief vom Irak vom 12 November 1933 mit der Overland Mail nach Argentinien versandt. Rückseitig Ankunftsstempel Buenos Aires vom 18 Dezember, dazu netter argentinischer Werbestempel mit dem Hinweis dass man doch bitte Tuberkulose Marken kaufen soll.


    Mir ist kein weiterer Brief mit der Overland Mail nach Argentinier gelaufen bekannt.



    Sind das "Briefmarken" zur Postbeförderung oder Frachtmarken o.ä. Im letztgenannten Fall sind sie zurecht nicht im Michel da es in dem Fall Gebührenmarken sind.


    Die von mir gesammelten Eisenbahnpostmarken des Irak waren zur Briefbeförderung bestimmt und da habe ich vor einigen Jahren (im Jahr 2007) zumindest eine Fußnote im Michel unterbringen könne.


    Nun, mit Andorra kann ich (noch) nicht dienen, aber wie wäre es mit Honolulu, Hawaii?


    Bahrain, 29 Mai 1935 über Basrah (6 Juni 1935) mit der Overland Mail durch die Syrische Irakische Wüste und dann nach Honolulu, Hawaii. Bahrain Briefe mit der Overland Mail versandt sind kein großen Raritäten, ich kenne ca. 40 Stück oder so, als Destination aber TOP!

    Das ist der einzig bekannte Brief von Bahrain mit der Overland Mail nach Hawaii.



    Die meisten Briefe (>99,9 %) welche mit der Overland Mail Baghdad-Haifa in westliche Rchtung versandt wurden gingen in Länder wie England, Frankreich, Deutschland etc..., es gibt aber auch einige exotische Destinationen die ich hier zeigen möchte.


    Ich beginne mal mit Liechtenstein.

    Basra, Irak, 3. November 1925, Overland Mail Bagdad-Haifa nach Vaduz / Liechtenstein. Ehrlich gesagt, nach fast 40 Jahren Interesse an der Postgeschichte des Irak, habe ich noch nie einen Brief aus dieser Zeit vom Irak nach Liechtenstein gesehen.

    Der Leitwegstempeli st von der Type HS-20


    Das Rückseitige Porto von 1R 2 A (=18 Anna) bezieht sich auf einen Overland Mail Brief der 3. Gewichtsstufe (41-60 Gramm), Portozusammensetzung also:

    Porto 3 A + 2 x 1 ½ A = 6 A.

    Einschreiben 3 A

    Overland Mail Zuschlag 9 A (3 x 3 A)

    Insgesamt 18 A.

    Es gibt eine handschriftliche Notiz 231 ½ auf der Vorderseite, die vom Auktionator als Gewicht (23,5 Gramm) erklärt wurde, dies ist nicht korrekt, die 231 ist die Einschreibnummer die mit der Nummer des R-Zettels identisch ist, eine übliche Prozedur der Wiederholung der Nummer des R-Zettels auch in Handschrift auf dem Brief. Wahrscheinlich um die Nummer für den Fall festzuhalten dass der R-Zettel beim Transport verloren geht.

    Die handschriftliche Notiz 1 / 2 unterhalb der Handschrift 231 kann ich mir allerdings nicht erklären.


    Während ein Juror auf einer FIP-Ausstellung vielleicht nichts Besonderes an diesem Umschlag sieht, sogar die Größe des Umschlags macht es notwendig, nur diesen Umschlag auf dem Blatt zu zeigen und eventuell leeren Platz auf dem Blatt zu lassen, ist es für mich ein wichtiger Bref.


    Das Nonplusultra wäre natürlich ein Umschlag, der VON Liechtenstein in den Irak geschickt wurde, befördert von der Overland Mail von Haifa nach Bagdad.


    Es ist wichtig zu wissen, dass Liechtenstein ab 1923 zwar eine unabhängige Postverwaltung mit eigenen Briefmarken, aber keinen eigenen Postverordnungen war. Ab 1923 wurden die Vorschriften der Schweizer Post von der liechtensteinischen Post angewandt, d.h. theoretisch kann es Belege aus Liechtenstein geben, die mit liechtensteinischen Briefmarken frankiert sind und für deren Beförderung mit der Overland Mail von Haifa nach Bagdad die Zuschläge nach den Schweizer Vorschriften korrekt bezahlt wurden. OK, ein Traum kostet nichts, aber die Jagd ist eröffnet !


    Viele meiner Beiträge würden in verschiedene Diskussionen passen, diesen Betrag hier stelle ich bei Österreich ein, er würde aber auch in meine Overland Mail Baghdad-Haifa oder in meine "Schatzkiste" Diskussion passen.


    Mir ist seit einigen Jahren bekannt, dass auch die Österreichische Post Portozuschläge für die Overland Mail Baghdad-Haifa eingeführt hatte, jedoch war kein Beleg bekannt.


    Im "Post- und Telegraphenregulierungsblatt" (PTVBl) Nr. 35/1925" gab die Österreichische Post die Bestimmungen für die Post nach Mesopotamien (Irak mit Bagdad, Basra und Kuwait) und Persien im Kraftwagenverkehr Damaskus-Bagdad bekannt und erhob ab 1. Juni 1925 einen Zuschlag von 20 Groschen je 20 Gramm und 20 Groschen je Postkarte.


    Der Zuschlag wurde durch den Erlass Nr. 82 im PTVBl Nr. 35/1929 mit Wirkung vom 1. Januar 1930 abgeschafft, gleichzeitig entfiel auch die Anbringung des Leitwegvermerkes "Service Extraordinaire Beyrouth-Bagdad".


    Der bisher zu entrichtende Zuschlag für die Beförderung von Briefsendungen nach Irak und Persien durch den Kraftfahrdienst Damaskus-Baghdad wird mit Wirkung vom 1. Januar 1930 abgeschafft.


    Gleichzeitig wird verfügt, dass von diesem Zeitpunkt an alle Briefsendungen im Verkehr nach den genannten Gebieten über Damaskus-Bagdad durch diesen Kraftfahrdienst befördert werden, es sei denn, dass die Ableitung über Britisch-Indien oder Russland in einzelne Gebiete Persiens günstiger ist und der Absender durch einen auf dem Brief angebrachten Leitvermerk ausdrücklich einen anderen Weg verlangt. Es ist also nicht mehr notwendig, den gewünschten Leitweg über Damaskus-Bagdad auf dem Brief zu vermerken.


    Ich konnte ich diese Postkarte von Wien (datiert 2. August 1934) über Bagdad (9. August 1934) nach Najaf / Irak (10. August 1934) sichern, Ankunftsstempel auf der Rückseite der Karte. Posttarif von 35 Groschen, der Tarif für eine Landpostkarte ins "übrige" Ausland ab 1. Mai 1934. Die Laufzeit beträgt nur 7 Tage, was beweist, dass die Karte mit der Overland Mail nach Bagdad befördert wurde, da die Seepost (über Basrah) viel länger gedauert hätte und die Luftpost teurer gewesen wäre, was auch die Kennzeichnung mit dem Luftpoststempel erforderlich gemacht hätte.



    https://fuchs-online.com/overl…/01_eastwards_Austria.htm

    Mag sein dass ich da etwas eigen bin, aber könnte man die Sprachpanscherei bei dem Satz evtl. wodie Erklärung zur Forumübernahme beschrieben ist korrigieren:


    Ich habe mich darauf committed das Forum in seinem ursprünglichen Form weiter zu betreiben.


    Committed = Verpflichtet

    Hier was nettes von Kolumbien, "Correo Del Dorado"..., dazu einiges hinweise...


    Im Juli 2019 war ich in Kolumbien / Guatavita und habe mir den See angesehen..., die Gegend dort ist Nationalheiligtum.


    Es wurde stets angenommen dass es sich bei dem Siecha See im Guasca Distrikt, einer schwierig zu erreichenden Lagune in einer Höhe von über 3000 Meter, um den Bergsee von Guatavita handelt. Nach einer alten Indianerlegende entstand der kraterförmige See, nachdem ein gewaltiger Stein (Meteor) vom Himmel stürzte und sich durch die Erde bohrte.


    Im Jahr 1866 hatten Enrique Urdaneta, welcher die Wichtigkeit des Bergsees für die Muiscas kannte und sein Partner, der englische Ingenieur George Crowther, Anteile an dem See erworben in der Absicht, ihn trocken zu legen und darin den sagenhaften Goldschatz zu finden. Wann genau mit der Austrocknung begonnen wurde, ist nicht bekannt, jedoch wurden im Zuge dessen einige wichtige goldene Objekte der Muiscas gefunden. Die Fundstücke wurden damals von dem deutschstämmigen kolumbianischen Industriellen Alfred Koppel gekauft und nach Deutschland gesandt, wo sie jedoch durch ein Feuer zerstört wurden, so dass nur noch Photos davon verfügbar sind.


    Die Stelle wo man den Berg teilweise abtrug ist links zu sehen..., man hatte auch versucht einen Tunnel zu graben um das Wasser abzulassen, das misslang aber, es gab dabei sogar einen Unfall wobei George Crowther und 12 Arbeiter starben, danach wurde das Projekt eingestellt, der sagenhaften Goldschatz „El Dorado“ wurde außer den schon genannten Stücken, aber nicht gefunden.




    Und um zur Philatelie bzw. zu einem meiner Sammelgebiete zu kommen:


    Da die Kommunikation zwischen den beiden Partnern von der Lagune nach Bogota schwierig war, wurde ein Privater Postdienst eingerichtet, die „Correo Semanal El Dorado“.


    Im Tausch gegen einige andere Sachen bekommen, Briefstück mit Marke der Empresa de Autobuses Antonio Puerto (1922 - 1925)


    Diese Firma wurde im Jahr 1922 von Antonio Puerto gegründet, operierte unter dem Namen EMPRESA DE AUTOBUSES und wurde im Jahr 1925 in AUTOBUSES DE BOYACA umbenannt. Zu Beginn verband sie die Stadt DUITAMA mit BOGOTA, erweiterte die Routen später aber bis nach BUCARAMANGA, CUCUTA und HONDA. Anfangs wurden weder Briefmarken der Kolumbianischen Staatspost noch Poststempel (Gebühr bezahlt) noch sonstige Portoangaben verwendet was im Gegensatz zu den Postgesetzen und -vorschriften stand.


    Es gibt jedoch auch eine Markenausgabe die SEHR selten ist und nur auf 2 Briefen von 1923 bekannt ist, dazu 2 Briefstücke, eines davon, das gezeigte, ist nun meines.


    Alle bekannten Marken haben eine Art von Sicherheitslochung, der Grund dafür ist nicht bekannt.


    Im vorherige Posting ist ja schon auf einer Albumseite der Brief mit den großen gelben Marken zu sehen..., hier die Gesichichte zu dem Brief:


    Vor einiger Zeit wurde die Privatpost Sammlung von Donald (Don) Avery in England bei Grosvenor versteigert. Dies kurz nach der LONDON 2022 Ausstellung und ich habe die mich interessierenden Kolumbien Lose auf der Ausstellung am Stand des Auktionshaus besichtigt.


    Hier ist ein solches Stück..., ein Brief der Compania de Transportes Terrestres, auf der Rückseite insgesamt 28 Briefmarken der großen gelben Marken, von denen weniger als eine Handvoll bekannt waren.


    Meine Forschung ergab das:

    Brief mit Massenfrankatur von 28 Stück der Marke der ersten Ausgabe von Bucaramanga (26 November 1927) nach Bogota, gestempelt mit dem runden Stempel der Compañía de Transportes Terrestres. Die Marke der ersten Ausgabe hatte keine Wertstufe angegeben die zeitgenössische Literatur gibt an das diese 20 Centavos betrug was vom Aussteller aber angezweifelt wird da das Staatsporto nur 3 Centavos ja 20 Gramm betrug und wie dieser Brief beweist das Zuschlagsporto per 10 Gramm berechnet wurde. 14. Gewichtstufe Staatspost (je 20 Gramm) / 28 Gewichtsstufe der Privatpost je 10 Gramm).


    Vorderseite des Briefes mit der Kolumbianischen Frankatur zu insgesamt 56 Centavos was einem Brief der 14 Gewichtsstufe (261-280 Gramm), entsprechend 3 Centavos je 20 Gramm, entspricht. Marken gestempelt mit dem Rahmenstempel der Compañía de Transportes Terrestres. Dazu Hinweisaufkleber der Privatpost. "Si no fuere hallado devuélvase" "Wenn nicht angetroffen (nicht zustellbar), bitte zurücksenden).

    Der Brief war somit zwischen 271 und 280 Gramm schwer gewesen.

    Mein Exponat so wie ich es bei der REMSMA 2022  in Ulm zeigen werde habe ich bei Exponate Online eingestellt. Bei Rahmen 4 gibt es noch einen Fehler als dass ein Blatt zu viel gezeigt ist und bei Rahmen 7 fehlt ein Blatt, das wird aber in Bälde berichtigt.


    https://www.exponate-online.de/e_exponat.asp?a=1&e=232&r=1&i=1

    Ein weiteres von mir gepflegtes Gebiet sind die Private Postanstalten von Kolumbien. Auch ein sehr schwieriges Gebet das bei der Klassik beginnt und bis zu den 1960er Jahren geht. Schwierig deshalb da es im mit der Ausnahme der SCADTA kaum Belege in Kolumbien gesammelt wurde, und mit "aufheben" haben es die Kolumbianer auch nicht..., meist wurden die Marken ausgeschnitten und abgelöst.


    Nichtsdestotrotz konnte ich da eine nette Sammlung aufbauen und das Exponat mit 7 Rahmen dazu werde ich nun das erstmals bei der Regionalausstellung im Oktober in Ulm zeigen.


    Hier mal ein Blatt davon..., weiteres in Bälde...



    Meine Internetseite dazu:

    http://fuchs-online.com/colombia

    Nach langer Zeit hier mal wieder etwas posten. Die letzten Jahre war ich recht aktiv mit dem sammeln und forschen, auch habe ich meine Sammlung mehrmals bis hin zur FIP Klasse mit wie ich meine gutem Erfolg ausgestellt.

    Das nicht jeder Internationale Ausstellungen besucht habe ich die aktuelleste Version meines Exponates der Overland Mail Baghdad-Haifa 1923-1948 gescannt und bei Exponate Online verfügbar gemacht.


    https://www.exponate-online.de/e_exponat.asp?a=1&e=144

    Auf der Seite des BDPh gibt es die Datenbank mit Vereinen und Argen..., die ist gepflegt..., zufinde unter dem Reiter "Gemeinschaft"..., dort sind auch die Termine zu Veranstaltungen zu finden.

    Ich finde auch eine Linkliste wäre gut. Zum BdPh fällt mir ein, daß es ja eine Kategorie Verein/Verbände geben könnte, dann wäre der Link nicht so einsam. Da würde dann auch sowas wie Landesverbände oder Consilium Philatelicum hinenpassen. Ordentliche ArGe-Seiten, vielleicht auch Handelsplattformen, Infoseiten wie die Stempeldatenbanken,... es gibt eine Menge schöner Seiten über Philatelie.



    Schimmel