Beiträge von 241264hsv-fan

    Besten Dank. Wenn man erst einmal einen Hinweis hat, klappt es auch.

    Nach meinem Kenntnisstand wurden rote Stempel an Sonn- und Feiertagen verwendet. Das hätte ich den Stempel von Putiwl (vermutlich 24. März) eher vermutet.

    Was "Brief mit weißer Tinte" bedeutet, kann ich mir nicht erklären. Ein Inhalt des Umschlages ist jedenfalls nicht vorhanden.

    Nur selten findet sich etwas Neues, das dann auch interessant für die Sammlung ist. Um so größer ist dann jedes Mal die Freude.

    10-Kopeken-Umschlag von PUTIWL (etwas schwacher roter Stempel! vom März 1861) - Gebiet Kursk nach Moschaisk (gute 100 Kilometer westlich von Moskau). Der Wertstempel wurde mit dem rechteckigen Stempel "210" (leider nicht in rot) entwertet.

    Die Stempel sind meist sehr klar, das möglicherweise fürstliche Siegel leider nicht. Das Gekrakel darunter gibt vielleicht einen Hinweis, vermag ich aber nicht zu lesen.


    Eine weitere Feldpostkorrespondenzkarte. Diese wurde am 2.6.1916 in Okno in Galizien geschrieben. Geprüft wurde die Karte in Odessa, wo der Typ 14 zur Bestätigung verwendet wurde. Bei dieser Type ist das Wort 'ODESSA' integriert und musste nicht mehr zusätzlich gestempelt werden.


    Österreichische Feldpostkorrespondenzkarte, freigemacht mit einer 5-Heller-Marke 'Kaiser Franz-Josef', versendet am 14.4.1916 aus Michelob im heutigen Tschechien nach Tetiuchi im Gouvernement Kasan.

    Die Zensur erfolgte in Kasan.

    Von dem größeren Rahmenstempel zeigte ich bereits einen ähnlichen mit der Zensornummer 60. Ich hatte ihn als Typ 7 angegeben. Nun stellte ich fest, das er genau wie der nun abgebildete von der Größe her gar nicht passt. Er ist nämlich breiter und weniger hoch. Von der Größe und Inschrift passt der Typ 4 perfekt - mit dem Unterschied, das anstelle des Zensornamens nun eine Nummer steht. Diese ist beim Zensor Nummer 13 dem Typ 7 gleich, beim Zensor Nummer 60 wiederum ist diese größer (gleich dem Typ 8). Festzuhalten ist somit, das sich bei weiteren Zensornummern möglicherweise weitere Unterschiede ergeben, welche Speeckaert nicht erwähnt.

    Zusätzlich ist auf dieser Karte der Typ 14 abgeschlagen (Initialen W.N.Sch.).


    Brief vom 12.11.1915 aus Charkow in die Schweiz nach Bern. Die erste Überprüfung fand in Charkow statt, wo der seltene Typ 6 zum Einsatz kam. Ordnungsgemäß hat der Zensor auch signiert. Ein weiteres Mal wurde der Brief dann in Petrograd geprüft. Hier wurde der Typ 15 verwendet, interessant dabei ist, das bei dem über den Rand abgeschlagenen Stempel die obere Zeile andeutungsweise zu lesen und die untere Zeile vollständig ist, jedoch in der Mitte das komplett г. Петроградъ fehlt.


    Nun, wenn du etwas Neues zeigst, ziehe ich mal nach.

    Karte an einen Kriegsgefangenen in Deutschland. Die Anschrift ist komplett in russisch, daher erlese ich den Ort nicht.

    Aufgegeben wurde die karte am 16.02.1915 in Kostopol, geprüft wurde hier in Petrograd. Zensurstempel ist der Typ 72 mit der Ziffer '2' rechts. Mit den Ziffern '1' und '3' ist dieser Stempel ebenfalls bekannt.


    Und wieder ein Beleg mit Petrograder Zensur. Die Postkarte wurde im polnischen Jabłonna am 4.5.1915 aufgegeben. Hier passierte der Fehler, das die Karte anstatt mit 4 Kopeken nur mit 2 Kopeken freigemacht wurde. Nach durchlaufener Zensur (Typ 3 und Typ 7 mit Zensornummer 55) wurde die Karte nach Courbevoie (Frankreich) geleitet. Dort erhielt sie einen "T"(-axe)-Stempel sowie eine Briefmarke zu 10 Centimes. Die Adresse wurde komplett gestrichen und die Karte nach Warschau retourniert, wo sie am 10.8.1915, gut drei Monate nach der Aufgabe, ankam.

    Wer hier nun für die 10 Centimes wohl aufkam?


    Dabei fällt mir gerade auf, das ich diesen wohl noch gar nicht gezeigt habe.

    Einschreiben aus Melbourne, freigemacht mit einer Mischfrankatur 1 Penny Australien, 2½ Pence Südaustralien und 1 Schilling Tasmanien.

    Der Brief wurde nach Moskau adressiert und am 7. August 1917 aufgegeben. Eine australische Zensur ist hier nicht vorhanden.

    Dieser Brief lief nicht, wie üblich bei Ein- und Durchgangspost über die Zensurstelle Petrograd, sondern hier direkt über die von Moskau. Rückseitig befindet sich ein Moskauer Stempel vom 26.10.1917.

    In Moskau nun wurde der Brief vom dortigen Prüfer abgelehnt und mit dem entsprechenden Stempel Weitersendung nicht möglich - Moskau - Militärzensor I. K. und dem Verschlussaufkleber Typ 18 versehen. Anschließend wurde der Brief ebenfalls über Kobe zurück geschickt.

    Ob der kaum leserliche Stempel rechts auch mit der Zensur zu tun hat, kann ich nicht sagen. Den großen Zensurstempel hat Speeckaert nicht notiert. Er ist mir nur ein weiteres Mal bekannt.


    Die nächste Karte bereitet wieder einige Schwierigkeiten. Grund sind schlecht lesbaren Aufgabestempel. Ich lese hier: РОВНЫ ПОЧТАМТ = Rowny Postamt - 6.X.1916. Dies wäre dann wohl der Ort in der westlichen Ukraine.

    Ziemlich am Anfang dieses Threads zeigte ich einen Beleg aus Rowno mit der Feststellung, das Speeckaert von diesem Ort keinen Zensurstempel vorweisen konnte.

    Ob diese Karte nun in Rowno tatsächlich geprüft wurde, kann ich auch hiermit nicht sagen. Den Zensurstempel konnte ich bei Speeckaert nicht finden. Annähernd passt nur der Typ 40 aus Minsk. Dieser ist jedoch in Länge und Höhe einen Millimeter kleiner und weist eine andere Schriftart auf.

    Eine zweite Prüfung wurde dann in Petrograd vorgenommen (Typ 15 und Typ 27).