Beiträge von 241264hsv-fan

    Diesen Beitrag habe ich damals garnicht gelesen.

    Gestrichenes Papier ist auf der Bildseite immer weiß glänzend, normales Papier eben nicht. Auf einem Scan wird das, glaube ich, nicht zu erkennen sein. Wenn man sich aber beide Sorten betrachtet, erkennt man es sofort.

    Briefstück mit Nr. 1. Die Marke ist entwertet mit rundem Nummernstempel "19" von KOWNO sowie einem schwachen Federzug. Dieser war anfangs noch vorgeschrieben. Auch am Nummernstempel kann man eine frühe Verwendung erkennen. Die Punkte sind zu dieser Zeit noch recht klein und die Ziffern dünner als später verwendete Stempel.


    Hier handelt es sich nicht um eine Paketkarte, sondern einen Teil eines Streifbandes versendet als Einschreiben aus Kiew. Da es ein Einschreiben war, müssen sich noch zusätzlich Briefmarken auf dem ursprünglichen Streifband befunden haben. So als Ausschnitt ist das Stück mehr oder weniger ohne Wert.

    Nr. 6 entwertet mit sechseckigem Nummernstempel "783" von BEIRUT. Der Stempel ist hier nicht in blau, sondern in schwarz zu sehen. Diese Farbe wurde erst in den späten 1860er Jahren verwendet. Der Stempel weist am Fuß der "7" schon eine leichte Beschädigung auf - er ist verkürzt.


    Karte vom 4.7.1915 aus Charkow und dort geprüft (Speeckaert Typ 3). Der Stempel ist hier schon stärker abgenutzt und zeigt schon stärkere Mängel. Anschließend lief die Karte weiter über Petrograd, wo die Marken erst entwertet wurden, in die Schweiz.


    Nach längerer Zeit mal wieder etwas Neues für die Sammlung bekommen.

    Das Einschreiben wurde am 27.09.1916 in Mogiljow aufgegeben. Rückseitig ist sehr schwach der Speeckaert Typ 32 mit der Zensornummer 6 zu erkennen. Hier dürfte die Prüfung dann auch in Mogiljow erfolgt sein. Weiter ging es mit dem Brief dann nach Minsk, wo er am 5.10.1916 beim Reservefeldpostamt in Minsk (ОБРАТНАЯ ПОЛЕВАЯ ПОЧТОВАЯ КОНТОРА В МИНСКЕ) erneut geprüft wurde. Vorderseitig wurde der Typ 36, rückseitig der Typ 45 (Zensornummer 148) abgeschlagen. Verschlossen wurde der Brief dann mit dem Verschlussstreifen Typ 49. Dieser existiert in den Farben grau, gelb und rosa, womit ich nun alle drei Farben habe. Inschrift: Geprüft Militärzensur - beim - Minsker Res.-F.-P.-Amt. Nach der erfolgten Prüfung wurde der Brief dann an seinen Zielort in Argentinien geleitet.



    Michel-Nr. 1333: I = Offsetdruck, II = Buchdruck.

    Beim Buchdruck sind in der rechten Schnur über Schnalle (roter Kreis) 3 Querstriche. Ich meine, das man hier trotz schlechten Bildes 2 Querstriche erkennen kann. Die Falten in der rechten Schnalle (grüner Kreis) bestehen nur aus Zacken. Außerdem ist die Farbe blau bis dunkelblau, hier aber klar grau. Somit ist es dann schon mal der Offsetdruck.

    Offsetdruck Typ I: ebenfalls 3 Querstriche. Typ II und Typ III haben 2 Querstriche. Typ II ist in Bildgröße 14,6 x 21,1 mm und die Farbe dunkelblau; Typ III ist in Bildgröße 14,3 x 21,1 mm in verschiedenen Farben von dunkelblau, blaugrau und graublau.

    Hier liegt wohl der Offsetdruck Typ III vor. Die Farbe musst du selber bestimmen.


    Einschreiben aus Chabarowsk an das Rote Kreuz adressiert. Aufgegeben wurde der Brief am 10. Oktober 1914. Der Transport dürfte mit der Transsibirischen Eisenbahn durch China über Charbin bis Mandschuria erfolgt sein. Hier erfolgte dann die Prüfung durch die Zensur. Zensurstempel sind die Typen 1 und 3. Verschlossen wurde der Brief mit dem Siegel des dortigen Postamtes, da die Zensur hier kein eigenes Siegel besaß. Anschließend ging es dann weiter Richtung Westen über Petrograd, wo aber keine weitere Prüfung erfolgte. Bis hier war der Brief schon drei Wochen unterwegs.