Beiträge von Kontrollratjunkie

    Hallo DKKW,


    ein sehr interessantes Thema zu den Pakkeporto-Marken Grönlands hast du hier eröffnet, vielen Dank für die super Infos.

    Mit diesem spannenden Teilgebiet der Postgeschichte Grönlands wollte ich mich auch schon immer beschäftigen, aber leider bin ich derzeit nur bis zur ersten Ausgabe der regulären Postwertzeichen gekommen. Deshalb vielen Dank für die tollen Anregungen....


    "Eisige" Grüße

    KJ


    An der gezeigten Markenrückseite kann ich es nicht genau erkennen, tippe aber nicht auf die Borkengummierung.

    Hier zum Vergleich eine Marke der Köpfeserie I mit Borkengummierung, die Mi.Nr. 218 a y.


    Gruß

    KJ

    Heute kann ich dann das Pendant zu meiner Karte vom 13.03.2022 vorstellen.


    Es handelt sich ebenfalls um einen Beleg von der Orientfahrt im März 1929 in Form einer Postkarte eines der Hauptakteure der Zeppelinpost der damaligen Zeit, der Firma Sieger. Deren Aktivitäten im Bereich der Zeppelinpost dürften hinlänglich bekannt sein.

    Orientfahrt 25. - 28.03.1929 mit Bestätigungsstempel in Type II (Stahlstempel in Ziegelrot) und mit portorichtiger Einzelfrankatur der Luftpostmarke zu 1 RM (Nr. 382).

    Ein Ankunftsstempel aus Er Ramle findet sich auch hier nicht, da auch diese Karte aus dem verschlossenen Postsack stammt.

    Der Stahlstempel ist laut der Literatur eindeutig seltener anzutreffen, als der Gummistempel.


    Interessant ist an dieser Karte auch noch der Ankunftsstempel aus Lorch, der postseitig im Grunde unnötig war.


    Verwendung fand eine schöne Ansichtskarte des Luftschiffes LZ 127 "Graf Zeppelin" in voller Fahrt.


    Sieger 23 II A

    Michel 18 I c


    Gerne zeigen. Wenn es sich um Geschäftspost handelt, die natürlich archiviert werden musste, ist eine Aktenlochung mehr die Regel, als die Ausnahme.

    Natürlich wünscht sich der qualitätsbewußte Sammler einwandfreie Belege, aber zur Dokumentation von seltenen Abstempelungen haben auch solche Stücke ihre Daseinsberechtigung.


    Gruß
    KJ

    Und wieder eine Fernpostkarte nach Chemnitz, die in der Poststelle II "Heukewalde über Schmölln (Thür.)" aufgegeben wurde. Die Freimachung der Karte erfolgte wieder mit einem Gebühr bezahlt - Vermerk der Type C 1 h (Tagesstempel in Form eines Zweikreisstegstempels mit integriertem Freivermerk) im zuständigen Leitpostamt Schmölln (Thür) am 12.10.1945.


    Es handelt sich wieder um eine der Dokumentationskarten von Günther Stirl.


    Heute kommt eine Fernpostkarte nach Chemnitz zur Vorstellung, die in der Poststelle II "Meucha über Schmölln (Thüring.)" aufgegeben wurde. Die Freimachung der Karte erfolgte wieder mit einem Gebühr bezahlt - Vermerk der Type C 1 h (Tagesstempel in Form eines Zweikreisstegstempels mit integriertem Freivermerk) im zuständigen Leitpostamt Schmölln (Thür) am 12.10.1945.


    Es handelt sich wieder um eine der Dokumentationskarten von Günther Stirl.


    Es handelt sich um einen portorichtigen Beleg, einen Fernbrief von Pössneck nach Klingenthal in Sachsen mit einer 97 EF aus der ersten Portoperiode. Die Farbe und die Papiersorte der Marke lassen sich am Scan nicht einwandfrei bestimmen.


    Gruß
    KJ

    Noch kurz zu den beiden gezeigten Belegen aus Köthen von abrixas: Beide Belege sind portorichtig, der erste Beleg ist ein Fernbrief mit einer 85 MeF aus der ersten Portoperiode und der zweite Beleg ist eine Fernpostkarte mit einer 86 EF aus der zweiten Portoperiode.

    Der Brief wurde im PA Köthen 1 aufgegeben, die Karte im PA Köthen 2 Land. Schade, dass gerade diese beiden interessanteren Abschläge nur teilweise sichtbar sind.


    Gruß
    KJ

    Also hier herrscht historisch dann doch ein wenig Durcheinander. Die beiden gezeigten Bedarfsbelege stammen nicht "aus den frühen DDR-Tagen", sondern aus der SBZ, die DDR wurde erst ein paar Jahre später gegründet (1949).

    Wie schon angemerkt, gab es zur Zeit nach Ende des II. Weltkriegs auf dem sächsischen Gebiet drei RPD`en / OPD`en, nämlich die OPD Dresden für Ostsachsen, die RPD Leipzig für Westsachsen und die RPD Halle für die Provinz Sachsen. Jede dieser drei wieder errichteten Postverwaltungen verausgabte dann eigene Postwertzeichen, die alle bis zum 31.10.1946 Gültigkeit besessen haben.


    Für jede OPD gibt es hier im Forum eine Unterkategorie. Darin finden sich dann verschiedenste Themen, zugegeben etwas unübersichtlich. Einige Nutzer haben aber auch schon Themen zu den einzelnen Michelnummern eröffnet. Ein "Sammelbecken Bedarfsbelege" gibt es bisher nicht, über den Sinn kann man auch streiten. M.E. ist es besser, genauer zu konkretisieren, sonst geht der gezeigte Beleg in diesem Topf über kurz oder lang unter. Aber das kann natürlich jeder machen, wie er möchte.


    Ich verfüge über eine umfangreiche Sammlung auch von Bedarfsbelegen, aber die alle hier ohne weiteren Bezug auf die Frankatur / die Portostufe / die Destination oder die möglicherweise postgeschichtliche Bedeutung einzustellen macht nicht wirklich Sinn.


    Gruß
    KJ

    Nach dem einfühlsamen Beitrag der beiden Söhne wollte ich mich eigentlich eines Kommentares enthalten, aber nach den beiden neuen Nachrichten möchte ich nun doch noch mein herzliches Beileid aussprechen. Einen lieben Menschen zu verlieren ist eine schlimme Angelegenheit. Ich wünsche euch viel Kraft und Geduld mit- und füreinander in der nächsten Zeit.

    In diesem Forum bin ich nun auch schon über 15 Jahre unterwegs und habe Wolle als herzlichen und gerne streitbaren Menschen kennengelernt. Er hat sich nicht verbiegen lassen und ist seinen Prinzipien treu geblieben. So soll und so wird er mir und sicher auch anderen Forumlern in Erinnerung bleiben.

    Persönlich habe ich ihn zwar nicht kennen gelernt, aber wir hatten PN-Kontakt und vor einigen Jahren einen sehr schönen Tausch.


    Alles Gute Wolle

    Anbei mal eine Mi. Nr. 917 mit einer kleinen Druckzufälligkeit. Beim Druck scheint ein Stück Papier, welches vorher beim Zähnungsvorgang ausgestanzt wurde, den Weg zwischen Druckplatte und Papier gefunden zu haben. Der Durchmesser passt perfekt.

    Abgesehen von dem hier schon beschriebenen Sachverhalt sieht es mir noch nach einer anderen Besonderheit aus. Die Marke scheint den Plattenfehler 917 I zu haben


    "rechte untere Ecke abgebrochen".


    Dieser Plattenfehler stammt von Feld 55.

    Fernpostkarte nach Chemnitz, die in der Poststelle II "Burkersdorf-Kaimnitz über Schmölln (Thür.)" aufgegeben wurde. Die Freimachung der Karte erfolgte mit einem Gebühr bezahlt - Vermerk der Type C 1 h (Tagesstempel in Form eines Zweikreisstegstempels mit integriertem Freivermerk) im zuständigen Leitpostamt Schmölln (Thür) am 12.10.1945.


    Es handelt sich um bei dem Beleg nicht um Bedarfspost, sondern um eine der Dokumentationskarten des seinerzeit sehr umtriebigen Sammlers Günther Stirl, ohne dessen Wirken möglicherweise viele Abstempelungen nicht mehr nachweisbar wären.


    Es ist schon sehr schade, dass sich so wenige Sammler aus der Deckung trauen und hier einmal ein paar Stücke vorstellen. Natürlich habe ich noch eine Reihe von Ganzsachen, die ich auch gerne nach und nach vorstellen möchte. Aber eben nicht alle auf einmal. immer in der Hoffnung, dass auch einmal andere Leser mitmachen. Genauso könnte es bei Westsachsen laufen. Auch diese Karten sind bedarfsgebraucht keine Massenware und verdienen es durchaus, gezeigt zu werden.


    Zeige auch gerne deine Karten im Thema zur P10 Provinz Sachsen, würde mich freuen.


    Grui
    KJ