Belege von und an prominente Philatelisten

  • Mir fiel kürzlich ein Beleg mit einem Block7 (DEBRIA) in die Hand:



    Sicherlich ein schöner Beleg. Doch ein Blick auf die Rückseite war dann für mich doch etwas besonderes:



    War doch der Absender Horst Hille, der sicherlich einigen von euch auch ein Begriff ist. Mir fiel sofort eine Publikation von ihm ein:



    Das hat mich inspiriert diesen Thread zu eröffnen. Wer von euch hat Belege von und an bekannte Philatelisten?


    Gruß Hartmut

  • Möchte versuchen, das Thema wieder auf den Ursprung zu bringen.


    Habe hier noch einen Beleg, der an das wohl allen bekannte Haus Senf ging. Leider nicht, wie im vorhergehenden Beleg ein Ersttagsbrief, doch Lipsia sagt ja eventuell einigen (DDR-Sammlern) etwas...

  • Hallo zusammen,


    hier eine Werbekarte des schweizer Briefmarkenhändlers Béla Sekula an einen dänischen Markenhändler aus dem Jahr 1922.


    Béla Sekula (als Béla Székula 1881 in Ungarn geboren) ist eine schillernde Figur in der damaligen Händlerszene. Er war für seine Fälschungen und Nachdrucke (z. B. Äthiopien bzw. damals Abessinien) berüchtigt. Auch bei den Markenausgaben Tannu-Tuvas soll er seine Finger im Spiel gehabt haben.


    Viele Grüße

    DKKW

  • Hallo zusammen,


    in Deutschland sicherlich nicht sooo bekannt gehört Gunnar Aage Hagemann zu den ganz großen dänischen Philatelisten. Im Jahr 1877 geboren und 1971 gestorben war der Ingenieur, Hofjägermeister und Gutsbesitzer Verfasser etlicher philatelistischer Bücher über die Markenausgaben Dänemarks und Dänisch-Westindiens. Er wertete dabei das Firmenarchiv der Buchdruckerei Thiele aus, so dass wir über die Druckauflagen und Druckdaten der dänischen Briefmarken der Buchdruckzeit sehr gute Informationen besitzen.


    Hier ein Brief aus Mundelstrup nach London aus dem Jahr 1914 wo G.A. Hagemann im Peru Hotel abgestiegen war. Das der Brief portogerecht mit einem 35 Öre-Provisorium frankiert wurde war sicherlich philatelistisch "nicht unerwünscht" ;) Das Gut Ristrup (Absenderstempel auf der Rückseite) gehörte übrigens G.. Hagemann.


    Viele Grüße

    DKKW

  • Hallo zusammen,


    heute zeige ich einen Brief des bekannten Hamburger Briefmarkenhändlers Wilhelm Sellschopp an die (in Dänemark) bekannte Briefmarkenhandlung Hermes in Kopenhagen. Die Firma Sellschopp wirbt damit die älteste Briefmarkenhandlung Hamburgs zu sein. Außerdem bildete Sellschopp auch aus. Ältere Sammler erinnern sich vielleicht noch an Conrid in München oder Mollwitz & Treff in Hamburg Dammtor.

    Zu Hermes gab es mal einen Artikel in einer der dänischen Vereinszeitschriften, ich habe ihn leider nicht gefunden. Mit dem Tod des langjährigen Eigentümers ist auch diese Briefmarkenhandlung Vergangenheit.


    Hier nun der Brief aus der Inflationszeit.


    Viele Grüße

    DKKW

  • Zu Sellschopp kann ich noch etwas nachschieben.

    Eine Postkarte von Werner Dumcke (ehem. aus Königsberg) an Sellschopp aus dem Jahr 1945. Ich denke, der Text spricht für sich selbst.




    Notmaßnahme „Gebühr bezahlt“-Stempel auf ehem. Feldpostkartenformular von Dortmund nach Hamburg 1, Weiterleitung nach Aumühle (vermutlich die Privatanschrift der Sellschopps).

  • Gleich im zweiten Beitrag oben hatte harweg ja auch schon einen Beleg eines philatelistischen Absenders an die Gebrüder Senf in Leipzig gezeigt, sogar noch mit einer schönen Siegelmarke versehen. Beide Belege zusammen illustrieren die Langlebigkeit der Firma Senf.

  • Hätte hier noch einen Beleg eines Calauer DDR-Philatelisten, der sicherlich einigen von euch auch als Prüfer bekannt ist...

  • Hallo Zusammen,


    Gebrüder Senf waren nicht nur Briefmarkenhändler, sondern auch Verlag.

    ab 1874 Illustriertes Briefmarken-Journal erschien 2 x im Monat.

    ab 1892 Illustrierter Postwertzeichen-Katalog


    ich zeige aus meinem Archiv:

    Einschreiben aus 1905 nach Nürnberg Vorderseite und

    Rückseite mit schöner Verschlussmarke


    Katalog 1901 1. Teil: Marken "ganze Welt" 766 Seiten

    17,5 cm hoch, 10 cm breit, 26 mm stark


    Katalog 1901 Ganzsachen "ganze Welt" 368 Seiten

    17,5 cm hoch, 10 cm breit , 13 mm stark


    Gruß Frankensimon


  • Hallo Zusammen,


    Borek Braunschweig ist sicher vielen Philatelisten bekannt.

    Borek hatte 1906 die damals neue Idee, ungebrauchte Briefmarken aus dem Ausland zu importieren. Kurz darauf verschickte er die erste Angebotsliste und gründete damit das Versandhaus.


    Gruß Frankensimon


  • Hallo zusammen,


    eine Päckchenadresse für ein eingeschriebenes Päckchen des Schwaneberger Albumverlages aus Leipzig an die Kopenhagener Briefmarkenhandlung Hermes aus dem September 1923. Gebühr bezahlt. Mit Aufkleber für die Ausfuhrbewilligung und dem Stempel des Kopenhagener Zollkontors.


    Viele Grüße

    DKKW