Neufundland

  • Hallo zusammen,


    das zweite Mitbringsel von meinem heutigen Besuch beim Händler stellte sich zu Hause leider als überfrankiert heraus. Der 3c Ganzsachenumschlag (hohes Format) aus St. John's nach Berlin in Ontario/Canada (seit 1916 in Kitchener umbenannt) ist 1c zu viel. Das Briefporto nach Canada betrug seinerzeit 2c je 1/2 oz Gewicht. Auch eine eventuell anfallende late fee kommt nicht in Frage, sie betrug ebenfalls 2c.


    Viele Grüße

    DKKW

  • Hallo zusammen,


    im Beitrag #454 vom 26.8.22 hatte ich einen Beleg vorgestellt von dem ich der Meinung war, es könne sich um ein commercial sample, also eine Warenprobe handeln.

    Im Zoom-Meeting am vergangenen Sonnabend habe wir unter anderem diesen Beleg diskutiert. Keins der Mitglieder hat je so etwas aus Neufundland gesehen. Einige meinten, es könnte sich um den Versand einer car licence plate also einem Nummerschild handeln. Die neufundländischen Nummernschilder hätten vom Format in den Umschlag gepasst. Andere meinten das ein Versand eines Nummernschildes insbesondere ins Ausland nur als Einschreiben erfolgt wäre. Eventuell Zulassungsunterlagen.


    Man sieht: Fragen über Fragen aber eben doch ein besonderer Beleg.


    Viele Grüße

    DKKW

  • Hallo zusammen,


    heute zeige ich eine mit einer 3c First Ressources Issue korrekt frankierte Postkarte in die USA aus dem Jahr 1934.

    Zugegebenermaßen habe ich bereits eine mit dieser Marke frankierte Postkarte in die USA, aber dieser Beleg ist ausgesprochen sauber, war nicht teuer und obendrein eine Ansichtskarte mit einem Motiv dass ich bislang noch nicht habe.

    Die Marke ist mit einem split-ring "Corner Brook NEWFD AU 18, 34" entwertet. Die Karte lief nach Edgewood, Pennsylvania in den USA.


    Viele Grüße

    DKKW

  • Jean Philippe

    Vermutlich hast Du recht, offenbar gab es in vielen Staaten der USA den Ortsnamen Edgewood. Nur hab ich leider im Netz keine Übersicht gefunden und mein altes Ortslexikon von Ritter ist, was die USA angeht recht sparsam mit Informationen. Edgewood kommt nicht vor.


    Viele Grüße

    DKKW

  • Hallo zusammen,


    zur Abwechslung mal wieder eine Ganzsache und zwar eine 5c Ganzsachenumschlag (Format 140 x 78mm) Der NSSC unterscheidet bei den Papierfarben cream und white. Wenn ich dieses Exemplar mit meinen anderen vergleiche, dann ist dies wohl eher weißes Papier.


    Den Ausschlag für den Kauf gab das Empfängerland Schweiz, also 5c foreign letter rate. Bislang hatte ich nur zwei gelaufene Karten in die USA, eine davon eine ausgesprochene Spätverwendung aus dem Jahr 1932.

    Abgestempelt in St. John's am 26.1.95, rückseitig Transitstempel "Glasgow Packet letter FE 4, 95" und Ankunftstempel "Zürich (Enge) 6.II.95"


    Recht flott für die damalige Zeit, wenn ich überlege, dass ich seit Wochen auf einen Brief aus Canada warte (laut Absender eine inzwischen übliche Laufzeit).


    Viele Grüße

    DKKW

  • Hallo zusammen,


    diesmal zeige ich eine Postkarte aus St. Johns nach Maldon in England aus dem Jahr 1908. Die mit einer 2c map stamp (Auslandspostkartentarif) wurde beim Zweigpostamt Duckworth-Street aufgegeben. Vor nicht allzu langer Zeit erschien eine Abhandlung zu diesen Zweigpostämtern. Habe den Artikel aber auf die Schnelle nicht gefunden. Evtl. war er in den BNA-Topics abgedruckt, die Hefte habe ich aber nicht in München.


    Über den Solitär 2c map stamp habe ich bei früherer Gelegenheit geschrieben. Das Dampfschiff Silvia der Red Cross Line ging im April 1908 auf der Fahrt von New York nach St. John's verloren. An Bord befand sich auch eine Lieferung der 2c Marke der Royal Familiy Ausgabe. Angeblich befürchtete man, dass die Marken in falsche Hände geraten könnten. Durch den Druck der Map Stamp wäre man in der Lage gewesen die 2c Royal Family außer Kurs zu setzen. Die Markenpakete wurden dann aber in Cuttyhunk/Massachusetts an Land gespült und von Vertretern der American Bank Note Company sichergestellt..


    Viele Grüße

    DKKW

  • Hallo zusammen,


    heute zeige eine schöne Einzelfrankatur der 8c Marke der Long Coronation Issue aus dem Jahr 1937. Der Brief aus St. John's nach Washington D.C, in den USA ist portogerecht für einen US-Brief der 2. Gewichtsstufe (also mehr als 1oz Gewicht).

    Die Marke wurde mit dem slogan "Buy Goods / Made In / Newfoundland" vom 3.9.37 entwertet. Bei dem Tagesstempel werden hier zwei Formen unterschieden: International numerals (dd.mm.yy) und Universal numerals (mm.dd.yy)


    Viele Grüße

    DKKW

  • Hallo zusammen,


    hier nun eine mit einer 2c Second Ressources Issue frankierte Bildpostkarte aus St. John's nach Brooklyn, New York. Eigentlich hatte ich ja gehofft hier endlich mal eine Marke der Second Ressources Issue mit Wasserzeichen auf Beleg zu ergattern. Pustekuchen, es ist keine Spur eines Wasserzeichens zu erkennen. Die 2c Marken mit Wasserzeichen kamen ab Juli 1931 in Umlauf.


    Abgestempelt wurde die Marken mit dem Slogan PS2b "Buy / Made In / Newfoundland / Goods" des Zweigpostamts St. John's East vom 8. Aug. 1931. Dieser Stempel ist vom 24.3.28 bis 3.5.34 bekannt. Angeblich kommt er nur mit nur mit "curve under time" vor. Ich kann hier nichts erkennen. Ob es sich bei dem Bruch des circle um eine Beschädigung des Stempels handelt weiß ich aktuell ebenfalls nicht.


    Viele Grüße

    DKKW

  • Hallo zusammen,


    heute zeige ich einen Brief aus Gander in die Schweiz aus dem Jahr 1946. Der kleinformatige Brief ist mit einer 7c Duchess of York-Marke der First Ressources Issue portogerecht frankiert. 7c = foreign letter rate (seit 1932 bis zur Vereinigung mit Canada). Abgestempelt mit dem circle "Gander Newf'd. PM SP 27 46"


    Viele Grüße

    DKKW

  • Hallo zusammen,


    meinen letzten Beitrag musste ich berichtigen, bei der verwendeten Marke handelte es sich um die 7c Marke der First Ressources Issue (Duchess of York) und nicht der Second Ressources Issue (Queen Mary).


    Hier nun ein weiterer Brief mit einer 7c foreign letter rate. Diesmal aus dem Jahr 1937 nach Schweden mit einer Mischfrankatur aus je einer 3c (Queen Mary) und 4c (Prince of Wales) Marke der First Ressources Issue.


    Der Geschäftsbrief mit eingedruckter Firmenadresse wurde in St. John's mit dem Slogan PS12 "Buy Goods made in Newfoundland) abgestempelt. Hier die Version mit dem Datum tt.mm.jjjj und nicht in der angelsächsischen Schreibweise mm.dd.yyyy. Der Stempel wurde vom 23.5.1935 bis 23.11.1937 verwendet und ist häufig.


    Diese Umschläge mit eingedruckter Firmenadresse (teils auch mit Werbung) sind in Neufundland ein eigenes und beliebtes Sammelgebiet : Advertising Business Covers & Corner Cards. Im NSSC ist eine Liste der bekannten Firmen abgedruckt (ohne Preisansatz). Aber Umschläge mit Werbung werden natürlich höher gehandelt als solche die nur die Firma nennen.


    Viele Grüße

    DKKW

  • Hallo zusammen,


    und noch ein "foreign letter rate" Beleg. Diesmal aus dem Jahr 1924 und mit zwei 3c Marken der Pictorial Issue frankiert die ja zu meinen Lieblingsausgaben gehört


    Der Brief ist nach Puerto Mexico in Mexico adressiert. Ruft man im Netz "Puerto Mexico" auf, wird Puerto Vallarta angezeigt. Ritters Ortslexikon aus dem Jahr 1874 kennt beide Ortsnamen nicht.


    6c war die foreign letter rate ab 1. Juli 1922 bis zum 1.Mai 1932, dann 7c bis zur Vereinigung mit Canada im Jahr 1949.


    Die Marken wurden mit dem Slogan PS4b "Adress Mail to Street or Box Number" entwertet. Circle: "St. John's. NFLD, Aug 2 9 - PM 1924" Unter der Uhrzeit befindet sich ein Bogen, deshalb PS4b, PS4a weist diesen Bogen nicht auf. PS4b ist vom 28.2.1923 bis 28.12.1924 registriert.


    Viele Grüße

    DKKW

  • Hallo zusammen,


    diesmal eine 2c foreign postcard rate auf einer Karte die beim Zweigpostamt St. John's East aufgegeben wurde und in die Schweiz lief. Die Bildseite habe ich gestern im Neufundland Ansichtskartenthread gezeigt.


    Die Postkarte wurde mit zwei 1c Marken der Caribou Issue frankiert, die Marken mit dem circle "St. John's East Newfld NO 29/21" entwertet.


    Ein Postkartenporto wurde erstmals 1887 eingeführt, 1c für Inlandspostkarten, 2c für Auslandspostkarten, egal ob Canada, Great Britain, Empire, USA oder sonstige Länder. Diese Regelung galt bis 1926, ab 1927 kosteten Postkarten ins übrige Ausland 3c (foreign postcard rate) ab 1934 sogar 4c. Ab 1940 galt wieder für alle Postkarten ins Ausland ein einheitliches Porto von 3c.


    Viele Grüße

    DKKW

  • Hallo zusammen,


    Luftpostbriefe aus Neufundland nach Großbritannien kosteten ab dem 1. Mai 1942 35c per 1/2oz.


    Hier ein Brief aus St. John's nach Rutherglen in Schottland vom 7.12.43. Rutherglen liegt südöstlich von Glasgow. Der Brief war mit einer 5c und drei 10c Marken der Second Ressources Issue frankiert. Die Marken wurden mit dem Slogan PS14 "Save for Security buy Savings Certificates Vital for Victory" entwertet. Der Brief wurde zensiert und mit der Zensurbanderole "Opened by Examiner DC/34" wieder verschlossen.


    Eine Einzelfrankatur war mangels passender Wertstufe nicht möglich (die letzte 35c Marke kam 1897 heraus, da dachte man aber noch nicht an Luftpostbriefe), eventuell eine Mehrfachfrankatur mit fünf 7c Marken der Second Ressources Issue.


    Viele Grüße

    DKKW

  • Hallo zusammen,


    über Postsendungen an den Briefmarkenhändler Otto Bickel hatte ich ja schon in der Vergangenheit geschrieben. Destinationen wie San Marino oder Montenegro wären ohne diese Händlerbelege kaum denkbar.


    Hier mal ein eingeschriebener Brief aus St, John's via London nach San Marino, portogerecht mit einer 10c Marke (Segler-Motiv) frankiert. 5c Foreign Letter Rate und 5c Registration Fee. Als Abgangsstempel der Ovalstempel "Registered St. John's N.F.L.D 22 JU 92" als Transitstempel der rote "Registered London A 30. JUN 92" und rückseitig ein Ankunftstempel(?) mit unleserlichem Ortsnamen vom 2.7.92.


    Ob der kleine Haken im E von NEWFOUNDLAND ein re-entry ist kann ich nicht sagen. Auf der Re-entry Seite von Ralph Trimble habe ich nichts dazu gefunden.


    Viele Grüße

    DKKW

  • Hallo zusammen,


    heute zeige ich einen recht spektakulären Doppeldruck der 2c Sir Humphrey Gilbert Issue. Eigentlich handelt es sich hierbei um Makulatur also Druckausschuss. Bei den mit der Produktion beauftragten privaten Druckereien fanden solche Sachen aber immer wieder ihren Weg auf den Markt. Wie und wann kann ich aktuell noch nicht sagen, eventuell über das Firmenarchiv. In der kommenden Ausgabe der Study Group News wird eine Anfrage zu den Hintergründen erscheinen. Vielleicht ergibt sich ja was. Im Handbuch von Boggs aus dem Jahr 1942 wird diese Abart noch nicht erwähnt. In der Encyclopaedia of British Empire Postage Stamps von Robson Lowe schon, aber ohne weitere Informtionen

    Die Druckerei Perkins, Bacon & Co. existierte bis in die 1930er Jahre. Das Firmenarchiv wurde von der Royal Philatelic Society übernommen. Ob nur die Unterlagen oder auch Essays, Probedrucke etc. weiß ich noch nicht.


    Viele Grüße

    DKKW